20.03.2016 – Aufruf zum Potsdamer Ostermarsch 2016

20.03.2016 - Potsdamer Ostermarsch 2016

Deutschland ist Europameister! Weltweit haben wir sogar die Bronzemedaille geholt und stehen mit auf dem Siegertreppchen.
Die Rede ist nicht von Handball, Fußball oder Olympia, sondern vom internationalen Rüstungsexport, wo Deutschland hinter den USA und Russland Platz 3 belegt.

Waffenlieferungen nicht nur an NATO-Staaten sondern auch in Kriegs- und Krisengebiete des Nahen und Mittleren Ostens haben uns dahin gebracht. Mehrere Millionen Menschen sind deshalb auf der Flucht. Hunderttausende kommen auch zu uns nach Deutschland.
Durch nationale und internationale Politik tragen somit auch wir die Verantwortung dafür. Bürgerkriege, Terroranschläge und die Ausbreitung des so genannten „Islamischen Staates“ sind nur einige der Folgen dieser Politik.

Zunehmende Skepsis und schwindendes Vertrauen in die nationale und europäische Politik haben dazu geführt, dass viele Menschen sich der AfD und Pegida zuwenden, auch im Land Brandenburg und in Potsdam. Dabei wird zumeist fremdenfeindliches, nationalistisches und rechtspopulistisches Gedankengut auf der Straße skandiert.

Das ist nicht unsere Art, Friedenspolitik zu gestalten!

Wir, die Bürger der Stadt Potsdam, die historisch sowohl für ihre religiöse und kulturelle Toleranz aber auch für ihre militaristische Tradition, die immer wieder zu schrecklichen Kriegen geführt hat, bekannt ist, wollen eine friedliche Lösung der durch die Politik verursachten
Probleme.

Setzen wir uns gemeinsam für den Frieden ein,
denn Krieg darf kein Mittel der Politik sein!

Für eine friedliche und sozial gerechtere Welt fordern wir daher von der Bundesregierung:

  • Sofortiger Stopp aller deutschen Rüstungsexporte
  • Abschaffung aller Atom- und Massenvernichtungswaffen
  • Verbot des Einsatzes von Kampf-Drohnen
  • Beendigung aller Kriegseinsätze der Bundeswehr und der NATO ohne UN-Mandat
  • Eine aktive Friedens- und Sicherheitspolitik in Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten unter Einbeziehung Russlands
  • Uneingeschränktes Recht auf Asyl von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten
  • Kürzung des Wehretats und gleichzeitige Aufstockung des Etats für Bildungs- und Sozialleistungen

Wir rufen alle Bürger/innen zur Teilnahme am Potsdamer Ostermarsch auf, denn Deutschland soll in der Welt nicht militärische, sondern friedenspolitische und humanistische Verantwortung übernehmen.

Der Aufruf zum 15. Potsdamer Ostermarsch (PDF-Dokument, ca. 40 KB) kann hier von unserer Webseite heruntergeladen werden.

7.12.2015 – Bundeswehr in Syrien? Nein Danke!

Die Bundesregierung will die Bundeswehr in Syrien einsetzen.
Dieser Einsatz wäre völkerrechtswidrig.
Er würde den Konflikt weiter anheizen und die internationalen Spannungen verschärfen.
Deutschland würde Kriegspartei.

Wir sagen:
NEIN zu deutschem Militär in Syrien!

Wir fordern von der Bundesregierung:
– Kein Einsatz der Bundeswehr in Syrien.
– Stopp aller Waffenlieferungen in die Region.

Die nationale Souveränität Syriens muss endlich respektiert werden.

Kommt massenhaft zu den Kundgebungen

Montag, 7. Dezember, 18.00 Uhr
Potsdam, Platz vor dem Filmmuseum / gegenüber dem Stadtschloß

01.09.2015 – Kein Tod aus Deutschland! Zum Weltfriedenstag 2015

Weltfriedenstag 2015

– Weder durch Atomwaffen, Drohnen noch durch andere Waffen –

  1. Im Jahr 2010 begrüßte der Bundestag es, dass sich Außenminister Westerwelle im Rahmen der NATO und gegenüber den USA für den Abzug der letzten Atombomben aus Deutschland einsetzte.
    Das stand damals als Forderung im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien.
    (Übrigens: Im „Ernstfall“ würden die amerikanischen Atom-Bomben aus Deutschland von  deutschen Kriegsflugzeugen an ihren Einsatzort befördert werden!)
    Bitten wir doch die US-amerikanischen Rüstungskonzerne um eine große Rückrufaktion, die veralteten Atomwaffen zurück nach Amerika zu holen und auch die neuen, die brauchen wir nicht mehr, denn wir wollen einen anderen Weg gehen.

    Wir fordern:
    Keine Atomwaffen in Deutschland, keine fremden und schon gar keine eigenen!

    „Geht ein durch die enge Tür. Denn das Tor ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt. Die Tür ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt.“ (Genauer nachzulesen: Matthäus 7,12-14) Deutschland könnte auf dem Weg zur atomwaffenfreien Zone voran gehen!
    Kann das nicht der schmale Weg sein, der nicht zur Verdammnis, sondern zum Leben führt?
    Wir allein, das wäre international gesehen nur ein schmaler Weg, aber: Er führt zum Leben.
    Und wir könnten mit ruhigem Gewissen andere Staaten einladen mitzumachen beim Friedensprojekt: Atomwaffenfreie Zone!

  2. Frau von der Leyen hat sich entschieden die besseren Drohnen anzuschaffen, die, die man auch bewaffnen kann. Ist nicht nötig, Frau Ministerin, der Drohnen-Tod aus Deutschland „funktioniert“ schon. Das machen unsere US-amerikanischen NATO-Partner schon für uns! Von ihrem deutschen Militärstützpunkt Ramstein aus haben sie alles im Griff, die Beobachtung der menschlichen Ziele in Pakistan, Afghanistan, Libyen und weiteren fremden Ländern und dann ein Druck mit dem Joystick und – wieder ein Treffer. Hat schon achtzehntausendmal geklappt, Kollateralschäden Frauen und Kinder mit einbegriffen. (Übrigens heißt es, im „modernen“ Krieg handele es sich durchschnittlich um 90 % und mehr sogenannter „Kollateralschäden“.)

    Wir fordern:
    Kein Drohnenkrieg aus Deutschland, weder mit fremden noch mit eigenen Waffen!

  3. Endlich zieht Deutschland seine Kriegstechnik samt Soldaten aus der türkischen Grenzregion zu Syrien zurück. Dort wird Krieg geführt, die Türkei macht inzwischen mit.
    Wir aber wollen keinen Krieg mehr führen!

    Wir fordern:
    Keine deutschen Truppen in kriegführenden Ländern – Kein Spiel mit dem Feuer!

    Heute laden wir Sie ein, schließen Sie sich unserem Protest gegen Atomwaffen, Drohnenkrieg und Auslandseinsätze deutscher Truppen an!

    Kein Tod aus Deutschland, sondern L e b e n!

Lesen Sie hier unseren Aufruf zum Weltfriedenstag zum 1. September 2015 als PDF-Dokument (ca. 32 KB).

Presseerklärung: „Refugees Welcome!“ …

Presseerklärung der Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg

“Refugees Welcome!“ … ? – Ein Fest macht noch keine andere Flüchtlingspolitik!

Unter dem Motto „Potsdam hilft“ begrüßt Potsdam am 22. Mai 2015 seine Flüchtlinge und setzt sich in dankenswerter Weise für die Neubürger ein. Doch wie willkommen sind Flüchtlinge tatsächlich in Deutschland?

Potsdam, immer wieder als „Stadt der Toleranz“ gepriesen, sieht sich heute einer großen Verantwortung und Aufgabe gegenüber. Aktionsbündnisse, Bürgerinitiativen und Vereine haben sich hier in den letzten Jahren aktiv für die Integration von Flüchtlingen und die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus eingesetzt. Weiterlesen

„Der 8. Mai 1945“ – Tag der Befreiung oder der Niederlage?

Presseerklärung der Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg

Der 8. Mai 1945, in Russland der 9. Mai, markiert mit dem Ende des 2. Weltkriegs in Europa einen Wendepunkt der Geschichte. Nach dem verheerendsten Krieg der Menschheitsgeschichte, bei dem mehr Menschen hinter der Front als Soldaten in den Schützengräben umkamen, steht die Menschheit auch 70 Jahre danach wieder vor der ungelösten Aufgabe, eine Welt zu schaffen, in der Kriege keinen Platz mehr haben.
Laut UN toben derzeit über 50 lokale und regionale Kriege, aus denen ein unabsehbarer Flächenbrand zu werden droht.

Gerade als Deutsche haben wir die geschichtliche Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die militärischen Einsätze der Bundeswehr fern der Landesgrenzen, deren Anzahl ständig wächst und unübersichtlicher wird, sind völlig ungeeignet, diesen Weg zu einer friedlichen Welt zu beschreiten. Genauso wie das Streben der deutschen Regierung, beim blutigen Geschäft des Rüstungsexports zur Ersten Liga zu gehören!

Angesichts eines aufziehenden neuen „Kalten Krieges“ zwischen der NATO und Russland, kräftig befördert durch ehemalige Sowjetrepubliken, die mit dem 9. Mai nicht Befreiung, sondern Besetzung und Niederlage verbinden, ist es bereits „Fünf nach Zwölf“, um den drohenden Wahnsinn zu stoppen!

Die Friedenskoordination Potsdam ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger auf, des 70. Jahrestags der „Befreiung“ und all der Opfer von Krieg, Expansionismus und Fanatismus, damals wie heute, würdig zu gedenken.

Zentrale Kundgebung:
Freitag, 8. Mai 2015, 11:00 Uhr,
Sowjetischer Ehrenfriedhof auf dem Bassinplatz, Potsdam

„Krieg darf niemals wieder Mittel der Politik sein!“
Für Abrüstung und Zusammenarbeit in Europa

8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung

8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung

Nein zu Krieg und Faschismus – Für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung

Als Abschluss der vielfältigen Aktivitäten um den 8. Mai organisiert das
Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“
eine Demonstration in Berlin am 10. Mai 2015

Auftakt: 12 Uhr Hackescher Markt – Abschlusskundgebung: ca. 13:30 Uhr Paul-Löbe-Allee am Reichstag mit

Erika Baum, Peter Sodann, Rolf Becker, Oskar Lafontaine per Video zugeschaltet
Diether Dehm und Michael Letz – Heike Hoening
Kinder- und Jugendensemble SADAKO – Isabel Neuenfeldt
Peter Wittig und Vladislava Kozlovskaya – Strom und Wasser

Moderation: Christa Weber und Reiner Braun

Download des Aufrufes als PDF-Dokument (ca. 226 KB) hier möglich

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Friko Berlin nachzulesen: http://www.frikoberlin.de/

Presseerklärung „Die Bombennacht von Potsdam“

Späte Rache für den „Tag von Potsdam“ durch die RAF

Ab 22:16 Uhr am 14. März 1945, als die Niederlage Hitler-Deutschlands längst besiegelt war und die Rote Armee zum Sturm auf Berlin ansetzte, griffen 500 Lancaster-Bomber der britischen Royal Air Force (RAF) im Rahmen der Vernichtung deutscher Städte die historische Innenstadt rund um die Nikolai-Kirche an – 1700 Tonnen Brand- und Sprengbomben kosteten 1593 PotsdamerInnen das Leben, rund 60.000 Menschen wurden obdachlos.

Dieses letzte große Flächen-Bombardement einer deutschen Stadt durch die RAF zur Demoralisierung der Hitler hörigen Zivilbevölkerung erfolgte fast auf den Tag genau zwölf Jahre nach dem „Tag von Potsdam“ vom 21. März 1933. In einem aufwendig inszenierten Festakt in der Garnisonkirche erhielt Hitler damals durch den Reichspräsidenten Hindenburg den Segen des alten preußischen Militarismus für die nationalsozialistische Machtergreifung. Das reaktionäre Preußentum machte den Weg frei für die totalitäre Herrschaft des deutschen Faschismus mit dem Ziel der gewaltsamen territorialen „Neuordnung“ Europas.

Wie zuvor die Zerstörung und Terrorisierung von Warschau, Rotterdam, Coventry und Belgrad durch die deutsche Luftwaffe war die „Nacht von Potsdam“ ein Akt der Barbarei und durch kein Kriegsrecht gedeckt.
Deshalb rief die Potsdamer Mahnwache für Frieden und Menschenrechte, unterstützt durch die Potsdamer Friedenskoordination, am Vorabend des Bombardements zu einer Mahnwache an historischer Stätte vor dem Landtag auf, um der unschuldigen Toten zu gedenken.
Heute zeigen die Zerstörungen von Aleppo oder Donezk, dass der Ungeist der verbrecherischen Kriege und Kriegsführung immer noch sein Unwesen treibt.
Die historischen Ereignisse in Potsdam sind uns mahnende Verpflichtung, gemeinsam – ob „alte“ oder „neue“ Friedensbewegung, jenseits aller ideologischen oder Parteigrenzen – für eine bessere, friedliche Welt einzutreten.

Heute, da ein neuer Kalter Krieg in Europa droht, gilt dies umso mehr!

„Krieg darf endlich kein Mittel der Politik mehr sein!“
Für Abrüstung und Zusammenarbeit in Europa

 

Die Presseerklärung der Friedenskoordination kann hier als PDF-Dokument (ca. 20 KB) heruntergeladen werden.

Presseerklärung zum 14. Potsdamer Ostermarsch

Der diesjährige 14. Potsdamer Ostermarsch stand unter dem Motto:

„Für eine Welt ohne Krieg, des Friedens und der Völkerverständigung“

Gemeinsam mit der „Potsdamer Mahnwache für Frieden und Menschenrechte“ setzten über 170 Teilnehmer, eine deutliche Steigerung gegenüber 2014, ein Zeichen für ein neues Denken und Handeln, das aus der Spirale der Gewalt herausführt und ein friedliches Miteinander ermöglicht. Dies wurde erreicht, da es in unserer Stadt – immerhin Standort des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr – entgegen den Intentionen bestimmter Kräfte in den Medien und der Politik zu einem einheitlichen solidarischen Handeln von sogenannter alter und neuer Friedensbewegung kam.

Gemeinsam forderten wir:

  • Schluss mit jeglichen Rüstungsexporten
  • Rückzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen und ein grundgesetzlich verankertes Verbot von auswärtigen Kriseneinsätzen der Bundeswehr
  • konsequente Abschaffung aller Atom- und Massenvernichtungswaffen
  • Bildung einer gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur sowie eine klare Absage an die militärischen Aufrüstungsverpflichtungen in den EU-Verträgen
  • Krieg darf endlich kein Mittel der Politik mehr sein!

Die Presseerklärung kann hier als PDF-Dokument (ca. 15 KB) heruntergeladen werden.

Aufruf zum 14. Potsdamer Ostermarsch

28.03.2015 - 14. Potsdamer Ostermarsch

Die Friedenskoordination Potsdam gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg
und die
Potsdamer Mahnwache für Frieden und Menschenrechte

rufen alle Bürger/innen auf zum

14. Potsdamer Ostermarsch

Für eine Welt ohne Krieg, des Friedens und der Völkerverständigung

Aufruf Ostermarsch 2015
(PDF-Dokument, ca. 50 KB)

am Samstag, den 28. März 2015 in Potsdam
Auftaktkundgebung: 14.00 Uhr
Brandenburger Tor, Potsdam

Redner/innen
Jan Dahlgrün (Potsdamer Mahnwache),
Wolfgang Gehrcke (MdB, Die LINKE),
Dr. Hedwig Raskob (Friedensspirale e. V. Potsdam)

Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Aktionsbündnis Potsdam gegen Hartz IV
Brandenburgischer Freidenker-Verband Potsdam
DKP Potsdam
Friedensspirale e. V. Potsdam
GBM e. V. Potsdam
Die LINKE Land Brandenburg
Die LINKE Potsdam
Potsdamer Christen für den Frieden
RotFuchs Förderverein e. V. Potsdam
Soziale Bewegung Land Brandenburg