14.09.2016 – „3. Runder Tisch Frieden“ in Potsdam

Am Mittwoch, den 14.09.2016, um 18.00 Uhr findet im Bürgertreff Waldstadt (barrierefrei) in der Saarmunder Straße 44, 14478 Potsdam der 3. „Runde Tisch Frieden“ zur Vorbereitung der bundesweiten Friedensdemonstration am 8. Oktober 2016 in Berlin statt. Weitere Nachfragen bitte an Michael Meixner über die E-Mail-Adresse info@friedenskoordination-potsdam.de richten.

Presseerklärung: Potsdam bekennt lautstark Farbe gegen Pogida.

Wie kraftvoll wird das Bekenntnis für Frieden und soziale Gerechtigkeit?

Dank einer engagierten humanistischen Stadtgesellschaft kann Pogida keine „besorgten Potsdamer Bürger“ auf die Straße bringen.

In den letzten Jahren gab es mehrere unangemeldete und angemeldete „rechte“ Aufmarsch-Versuche, die alle schnell beendet wurden. In diesem Jahr versuchten es nun die aus der Berliner rechten Hooligan-Szene stammenden „Fremdenhasser“ um Christian Müller unter dem „Pegida“-Label, „besorgte Potsdamer Bürger“ gegen Flüchtlinge und Asylbewerber auf die Straße zu bringen. Auch dieser Versuch wurde dank des engagierten Einschreitens der Potsdamer Stadtgesellschaft vereitelt. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass die rechte Szene ihre Versuche wegen mangelnder Aussichten einstellen wird. Den Pogida-Machern dürfte aber klar geworden sein, dass sie auch künftig stets heftigen Widerstand haben werden.

Motivation und Ziel der Gegendemonstranten ist es, weder Demonstrationen noch „Abendspaziergänge“ von Rassisten, Rechtspopulisten oder Faschisten zuzulassen und für ein friedliches Miteinander und ein buntes und tolerantes Potsdam einzutreten.

Auch konnten schon einige dieser Aufmärsche durch die Potsdamer Zivilgesellschaft erfolgreich gestoppt werden. Der ausschlaggebende Faktor für dieses erfolgreiche Stoppen der „Abendspaziergänge“ war die klare zahlenmäßige Überlegenheit der Gegendemonstranten mit etwa 1.000 Teilnehmern.
Dadurch konnten die Demonstrationsmittel – lautstarke Rufe wie „Haut ab“ und „Nazis raus“, gellende Pfiffe und Sitzblockaden – ihre Wirksamkeit entfalten.

Der Aufruf zur Teilnahme an den Gegendemonstrationen erfolgte durch mehrere Aktionsblöcke.
Dabei konnte das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ die meisten Teilnehmer und die Antifa insbesondere junge Potsdamer mobilisieren. Das übergreifende Bürgerbündnis „Potsdam bekennt Farbe“ erweist sich als ein von Politik und Stadtverwaltung gut organisiertes funktionstüchtiges Netzwerk.

Die eindrucksvollen Gegendemonstrationen stimulieren Zivilcourage. Die Hauptbotschaft lautet: „Demonstrieren wirkt. Die eigene Teilnahme und vieler Gleichgesinnter sichert den gemeinsamen Erfolg“. Wir verbinden die Hoffnung, dass das Erfolgserlebnis motivierend wirkt, sich an Kundgebungen für weitergehende Ziele zu beteiligen.

Proteste gegen Pogida sind nur ein erster Schritt!

Zur Zurückdrängung der Rechtsentwicklung in Deutschland und in Europa sind Protestaktionen gegen rechte Aufmärsche nur ein erster Schritt. Es gilt, den Nährboden für die Entstehung von Rechtsextremismus zu entziehen. Somit sind die Potsdamer Bürger, die Lokalpolitiker und die Stadtverwaltung auch herausgefordert, „Farbe zu bekennen“ gegen die Ursachen/Verursacher von Krieg, Terror, Flucht, Sozialabbau und Umweltkatastrophen. Eine gute Gelegenheit zum „Farbe bekennen“ bietet die Teilnahme am 15. Potsdamer Ostermarsch. Am 20.03.2016 kann die Potsdamer Stadtgesellschaft zeigen, dass sie auch fähig ist, ein kraftvolles Bekenntnis „Für eine friedliche und sozial gerechte Welt!“ abzugeben.

Treffpunkt des Ostermarsches ist am Brandenburger Tor. Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr.

20.03.2016 – Aufruf zum Potsdamer Ostermarsch 2016

20.03.2016 - Potsdamer Ostermarsch 2016

Deutschland ist Europameister! Weltweit haben wir sogar die Bronzemedaille geholt und stehen mit auf dem Siegertreppchen.
Die Rede ist nicht von Handball, Fußball oder Olympia, sondern vom internationalen Rüstungsexport, wo Deutschland hinter den USA und Russland Platz 3 belegt.

Waffenlieferungen nicht nur an NATO-Staaten sondern auch in Kriegs- und Krisengebiete des Nahen und Mittleren Ostens haben uns dahin gebracht. Mehrere Millionen Menschen sind deshalb auf der Flucht. Hunderttausende kommen auch zu uns nach Deutschland.
Durch nationale und internationale Politik tragen somit auch wir die Verantwortung dafür. Bürgerkriege, Terroranschläge und die Ausbreitung des so genannten „Islamischen Staates“ sind nur einige der Folgen dieser Politik.

Zunehmende Skepsis und schwindendes Vertrauen in die nationale und europäische Politik haben dazu geführt, dass viele Menschen sich der AfD und Pegida zuwenden, auch im Land Brandenburg und in Potsdam. Dabei wird zumeist fremdenfeindliches, nationalistisches und rechtspopulistisches Gedankengut auf der Straße skandiert.

Das ist nicht unsere Art, Friedenspolitik zu gestalten!

Wir, die Bürger der Stadt Potsdam, die historisch sowohl für ihre religiöse und kulturelle Toleranz aber auch für ihre militaristische Tradition, die immer wieder zu schrecklichen Kriegen geführt hat, bekannt ist, wollen eine friedliche Lösung der durch die Politik verursachten
Probleme.

Setzen wir uns gemeinsam für den Frieden ein,
denn Krieg darf kein Mittel der Politik sein!

Für eine friedliche und sozial gerechtere Welt fordern wir daher von der Bundesregierung:

  • Sofortiger Stopp aller deutschen Rüstungsexporte
  • Abschaffung aller Atom- und Massenvernichtungswaffen
  • Verbot des Einsatzes von Kampf-Drohnen
  • Beendigung aller Kriegseinsätze der Bundeswehr und der NATO ohne UN-Mandat
  • Eine aktive Friedens- und Sicherheitspolitik in Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten unter Einbeziehung Russlands
  • Uneingeschränktes Recht auf Asyl von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten
  • Kürzung des Wehretats und gleichzeitige Aufstockung des Etats für Bildungs- und Sozialleistungen

Wir rufen alle Bürger/innen zur Teilnahme am Potsdamer Ostermarsch auf, denn Deutschland soll in der Welt nicht militärische, sondern friedenspolitische und humanistische Verantwortung übernehmen.

Der Aufruf zum 15. Potsdamer Ostermarsch (PDF-Dokument, ca. 40 KB) kann hier von unserer Webseite heruntergeladen werden.

7.12.2015 – Bundeswehr in Syrien? Nein Danke!

Die Bundesregierung will die Bundeswehr in Syrien einsetzen.
Dieser Einsatz wäre völkerrechtswidrig.
Er würde den Konflikt weiter anheizen und die internationalen Spannungen verschärfen.
Deutschland würde Kriegspartei.

Wir sagen:
NEIN zu deutschem Militär in Syrien!

Wir fordern von der Bundesregierung:
– Kein Einsatz der Bundeswehr in Syrien.
– Stopp aller Waffenlieferungen in die Region.

Die nationale Souveränität Syriens muss endlich respektiert werden.

Kommt massenhaft zu den Kundgebungen

Montag, 7. Dezember, 18.00 Uhr
Potsdam, Platz vor dem Filmmuseum / gegenüber dem Stadtschloß

01.09.2015 – Kein Tod aus Deutschland! Zum Weltfriedenstag 2015

Weltfriedenstag 2015

– Weder durch Atomwaffen, Drohnen noch durch andere Waffen –

  1. Im Jahr 2010 begrüßte der Bundestag es, dass sich Außenminister Westerwelle im Rahmen der NATO und gegenüber den USA für den Abzug der letzten Atombomben aus Deutschland einsetzte.
    Das stand damals als Forderung im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien.
    (Übrigens: Im „Ernstfall“ würden die amerikanischen Atom-Bomben aus Deutschland von  deutschen Kriegsflugzeugen an ihren Einsatzort befördert werden!)
    Bitten wir doch die US-amerikanischen Rüstungskonzerne um eine große Rückrufaktion, die veralteten Atomwaffen zurück nach Amerika zu holen und auch die neuen, die brauchen wir nicht mehr, denn wir wollen einen anderen Weg gehen.

    Wir fordern:
    Keine Atomwaffen in Deutschland, keine fremden und schon gar keine eigenen!

    „Geht ein durch die enge Tür. Denn das Tor ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt. Die Tür ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt.“ (Genauer nachzulesen: Matthäus 7,12-14) Deutschland könnte auf dem Weg zur atomwaffenfreien Zone voran gehen!
    Kann das nicht der schmale Weg sein, der nicht zur Verdammnis, sondern zum Leben führt?
    Wir allein, das wäre international gesehen nur ein schmaler Weg, aber: Er führt zum Leben.
    Und wir könnten mit ruhigem Gewissen andere Staaten einladen mitzumachen beim Friedensprojekt: Atomwaffenfreie Zone!

  2. Frau von der Leyen hat sich entschieden die besseren Drohnen anzuschaffen, die, die man auch bewaffnen kann. Ist nicht nötig, Frau Ministerin, der Drohnen-Tod aus Deutschland „funktioniert“ schon. Das machen unsere US-amerikanischen NATO-Partner schon für uns! Von ihrem deutschen Militärstützpunkt Ramstein aus haben sie alles im Griff, die Beobachtung der menschlichen Ziele in Pakistan, Afghanistan, Libyen und weiteren fremden Ländern und dann ein Druck mit dem Joystick und – wieder ein Treffer. Hat schon achtzehntausendmal geklappt, Kollateralschäden Frauen und Kinder mit einbegriffen. (Übrigens heißt es, im „modernen“ Krieg handele es sich durchschnittlich um 90 % und mehr sogenannter „Kollateralschäden“.)

    Wir fordern:
    Kein Drohnenkrieg aus Deutschland, weder mit fremden noch mit eigenen Waffen!

  3. Endlich zieht Deutschland seine Kriegstechnik samt Soldaten aus der türkischen Grenzregion zu Syrien zurück. Dort wird Krieg geführt, die Türkei macht inzwischen mit.
    Wir aber wollen keinen Krieg mehr führen!

    Wir fordern:
    Keine deutschen Truppen in kriegführenden Ländern – Kein Spiel mit dem Feuer!

    Heute laden wir Sie ein, schließen Sie sich unserem Protest gegen Atomwaffen, Drohnenkrieg und Auslandseinsätze deutscher Truppen an!

    Kein Tod aus Deutschland, sondern L e b e n!

Lesen Sie hier unseren Aufruf zum Weltfriedenstag zum 1. September 2015 als PDF-Dokument (ca. 32 KB).

Presseerklärung: „Refugees Welcome!“ …

Presseerklärung der Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg

“Refugees Welcome!“ … ? – Ein Fest macht noch keine andere Flüchtlingspolitik!

Unter dem Motto „Potsdam hilft“ begrüßt Potsdam am 22. Mai 2015 seine Flüchtlinge und setzt sich in dankenswerter Weise für die Neubürger ein. Doch wie willkommen sind Flüchtlinge tatsächlich in Deutschland?

Potsdam, immer wieder als „Stadt der Toleranz“ gepriesen, sieht sich heute einer großen Verantwortung und Aufgabe gegenüber. Aktionsbündnisse, Bürgerinitiativen und Vereine haben sich hier in den letzten Jahren aktiv für die Integration von Flüchtlingen und die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus eingesetzt. Weiterlesen

„Der 8. Mai 1945“ – Tag der Befreiung oder der Niederlage?

Presseerklärung der Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg

Der 8. Mai 1945, in Russland der 9. Mai, markiert mit dem Ende des 2. Weltkriegs in Europa einen Wendepunkt der Geschichte. Nach dem verheerendsten Krieg der Menschheitsgeschichte, bei dem mehr Menschen hinter der Front als Soldaten in den Schützengräben umkamen, steht die Menschheit auch 70 Jahre danach wieder vor der ungelösten Aufgabe, eine Welt zu schaffen, in der Kriege keinen Platz mehr haben.
Laut UN toben derzeit über 50 lokale und regionale Kriege, aus denen ein unabsehbarer Flächenbrand zu werden droht.

Gerade als Deutsche haben wir die geschichtliche Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die militärischen Einsätze der Bundeswehr fern der Landesgrenzen, deren Anzahl ständig wächst und unübersichtlicher wird, sind völlig ungeeignet, diesen Weg zu einer friedlichen Welt zu beschreiten. Genauso wie das Streben der deutschen Regierung, beim blutigen Geschäft des Rüstungsexports zur Ersten Liga zu gehören!

Angesichts eines aufziehenden neuen „Kalten Krieges“ zwischen der NATO und Russland, kräftig befördert durch ehemalige Sowjetrepubliken, die mit dem 9. Mai nicht Befreiung, sondern Besetzung und Niederlage verbinden, ist es bereits „Fünf nach Zwölf“, um den drohenden Wahnsinn zu stoppen!

Die Friedenskoordination Potsdam ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger auf, des 70. Jahrestags der „Befreiung“ und all der Opfer von Krieg, Expansionismus und Fanatismus, damals wie heute, würdig zu gedenken.

Zentrale Kundgebung:
Freitag, 8. Mai 2015, 11:00 Uhr,
Sowjetischer Ehrenfriedhof auf dem Bassinplatz, Potsdam

„Krieg darf niemals wieder Mittel der Politik sein!“
Für Abrüstung und Zusammenarbeit in Europa