04.07.2026 – Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren

Tagebücher 1939-1945

Wort und Gesang: Johanna Arndt

Klavier (Solo und Liedbegleitung): Uwe Streibel

Samstag, 04. Juli 2026, 16:00 Uhr

Bürgertreff Waldstadt
Saarmunder Str. 44 * 14478 Potsdam

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

Eine Veranstaltung des Brandenburger Freidenker-Verbandes e.V., der Bürgerinitiative Waldstadt e.V. (BIWA), der Friedens­koordination Potsdam, dem RotFuchs-Förderverein e. V., Regionalgruppe Potsdam und dem Verein WeltTrends e. V.

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30.06.2026 – Der Überfall auf die Sowjetunion: Vortrag und Diskussion zum 85. Jahrestag

 

„Unternehmen Barbarossa“ – 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion,
Vortrag und Diskussion mit Lothar Schröter (Historiker) und Kai Kleinwächter (Journalist),

Dienstag 30.06.2026, 18:00 Uhr, Bürgertreff Waldstadt, Saarmunder Str. 44, 14478 Potsdam


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Pressemitteilung der Friedenskoordination Potsdam zum 85. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel das faschistische Deutschland die Sowjetunion. Mit der als „Unternehmen Barbarossa“ betitelten Militäroperation überschritten ca. 3 Millionen Soldaten der deutschen Wehrmacht trotz eines im August 1939 geschlossenen Nichtangriffspaktes die sowjetische Grenze. Damit begann das NS-Regime einen Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion zur Vernichtung des von den deutschen Faschisten so betitelten „Bolschewismus“ und zur Eroberung von „Lebensraum im Osten“.
Der damit begonnene Deutsch-Sowjetische Krieg innerhalb des Zweiten Weltkrieges wird bis heute von vielen Nachfolgestaaten der Sowjetunion als „Großer Vaterländischer Krieg“ bezeichnet. Als Wendepunkt innerhalb dieses Krieges wird oft die Schlacht von Stalingrad 1942/43 genannt. Schließlich besiegte im Mai 1945 die Anti-Hitler-Koalition unter Führung der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion unter großen Opfern das verbrecherische und faschistische deutsche Nazi-Regime. Mehr als die Hälfte aller im Zweiten Weltkrieg getöteten Soldaten und Zivilisten waren Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Die genaue Zahl lässt sich nur schätzen und liegt etwa zwischen 28 und 37 Millionen. Der Zweite Weltkrieg forderte insgesamt etwa 67 bis 70 Millionen Tote.

Auch hier in Potsdam kämpften in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in der Roten Armee Russen, Ukrainer, Belorussen und Angehörige weiterer Völker der Sowjetunion vereint gegen die deutschen Faschisten. Davon zeugen in unserer Stadt zahlreiche Kriegsgräber, unter anderem jene auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof am Bassinplatz.
Wir zollen diesen sowjetischen Soldaten unseren uneingeschränkten Dank und Respekt!
Im Sommer 1945 fand hier im Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz zur Neuordnung Europas statt. Die Maxime der Überlebenden von Buchenwald „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ galt in der DDR als Staatsräson. In der BRD führte der von Willy Brandt geprägte Satz „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“ zur Entspannungspolitik.
Wir tragen die Verantwortung, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen.
Damit einher geht auch ein würdiges Gedenken an die Opfer. Wir lehnen daher jeden Versuch ab, Gedenkorte und Kriegsgräberstätten sowjetischer Soldaten ideologisch zu vereinnahmen oder gar umzugestalten. Wir fordern bei Gedenkveranstaltungen eine Teilnahme aller Vertreter der damaligen Sowjetunion. Ausschluss und Verbote empfinden wir als unwürdig. Wir unterstützen eine konsequente weltweite Entspannungspolitik.
Des Weiteren setzen wir uns für Frieden und Freundschaft mit allen Völkern und Nationen der Erde ein, auch mit denen der ehemaligen Sowjetunion.

Zum würdigen Gedenken weisen wir auf folgende Veranstaltung hin:
„Unternehmen Barbarossa“ – 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion, Vortrag und Diskussion mit Lothar Schröter (Historiker) und Kai Kleinwächter (Journalist), Dienstag 30.06.2026, 18:00 Uhr, Bürgertreff Waldstadt, Saarmunder Str. 44, 14478 Potsdam.


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Pressemitteilung zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Die Friedenskoordination Potsdam lädt als bundesweiter Auftakt der Ostermärsche am Samstag, dem 28. März 2026 unter dem Motto „Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau!“ zum 25. Potsdamer Ostermarsch ein.

Beginn ist um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor/Brandenburger Straße in Potsdam. Anschließend geht es in einem Demonstrationszug zu Fuß durch die Potsdamer Innenstadt entlang der Schopenhauerstraße, Hegelallee (mit einem kurzen Zwischenstopp am Haus Hegelallee 38), Lindenstraße und Charlottenstraße zurück zum Brandenburger Tor, wo gegen 16:15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

Für die Redebeiträge konnten der Friedensaktivist Reiner Braun (International Peace Bureau Berlin), der Publizist Norbert Schneider (NachDenkSeiten) sowie Dr. Christiane Hackel (Friedensbündnis Bernau/Panketal) gewonnen werden.

Die musikalische und künstlerische Umrahmung werden die Liedermacherin Jane Zahn aus Rheinsberg, Mitglieder der Divine Pentecostal Church of God e. V. aus Potsdam sowie die Potsdamer Schule der Künste „inteGrazia“ gestalten.

Der 25. Potsdamer Ostermarsch unterstützt das bundesweite Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“ und setzt damit ein Zeichen gegen die Kriege in der Ukraine, in Gaza und im Iran sowie gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, allgemeine Kriegsertüchtigung, die Militarisierung der Zivilgesellschaft und nukleare Teilhabe. Weiterlesen

Unsere Positionen zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Staatsverschuldung für Krieg und Aufrüstung untergraben Sozialstaat und Klimaschutz
„Sondervermögen“ ist zum Unwort des Jahres 2025 gewählt worden. Der Begriff wurde 2022 von der vorherigen Bundesregierung geprägt. Damit werden geschickt die horrenden Ausgaben für Aufrüstung und Militarisierung verschleiert. Tatsächlich handelt es sich um eine milliardenschwere Neuverschuldung des Staates, um Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen. Gigantische 108 Milliarden Euro betragen derzeit die Ausgaben für Aufrüstung, Militär und Verteidigung in Deutschland – eine nie dagewesene Summe.

Auch im Waffenexport ist Deutschland Spitzenreiter und liegt laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI an 4. Stelle mit einem Umsatz von 13,33 Milliarden Euro.

Das gigantische Aufrüstungsprogramm verhindert dringend erforderliche Investitionen in den Sozialstaat sowie in den Umwelt- und Klimaschutz. Die Bundesregierung spricht aufgrund der wirtschaftlichen Rezession davon, dass man sich den Sozialstaat nicht mehr leisten könne und moniert einen Trend zur „Lifestyle-Teilzeit“. Zudem verlangt sie Mehrarbeit von Rentnern und Lehrern. Bereits jetzt arbeiten viele Menschen über ihrem Limit, notwendige Sozialleistungen werden immer mehr gekürzt und Mittel für die Sanierung der Infrastruktur werden zweckentfremdet, um Haushaltslöcher zu stopfen. Das kann nicht länger toleriert werden! Anstatt die Förderung umweltfreundlicher und erneuerbarer Energie voranzutreiben, setzt die EU weiterhin auf Erdöl, Erdgas und Atomkraft. Dabei wird weder die drohende Gefahr atomarer Strahlung noch die komplizierte Endlagerung des atomaren Abfalls in den Blick genommen. Zukunftsweisend ist das nicht – ganz im Gegenteil! Weiterlesen

28.03.2026 – Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch

EINLADUNG / Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch

Samstag, 28.03.2026, 15:00 – 17:00 Uhr,

Start und Ziel: Brandenburger Tor in Potsdam

„Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau“

Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau

„Sondervermögen“ ist zum Unwort des Jahres 2025 gewählt worden.

Der Begriff verschleiert geschickt die horrenden Ausgaben für die Aufrüstung.
Der Beschluss der wieder verpflichtenden Musterung junger Männer stößt bei diesen auf zahlreiche Ablehnung.

Die Bundesregierung spricht wegen der wirtschaftlichen Rezession davon, dass man sich den Sozialstaat nicht mehr leisten könne und verlangt Mehrarbeit von Lehrern und Rentnern. Außerdem beklagt sie sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“. Dass bereits jetzt viele über ihrem Limit arbeiten und notwendige Sozialleistungen immer mehr gekürzt werden kann ebenso wenig hingenommen werden wie die weitere Militarisierung der Gesellschaft.

Wir sagen NEIN! Stoppt die Aufrüstung, den militärischen Zwangsdienst und den weiteren Sozialabbau!

„Frieden ist nicht alles, aber ohne den Frieden ist alles nichts!“ (Willy Brandt) Weiterlesen

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Positionen und Gedanken zum Weltfriedenstag 2025

Heute vor 86 Jahren, am 1. September 1939, überfielen die deutschen Faschisten Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg mit über 70 Millionen Toten.
Am 6. und 9. August 1945 warfen die USA über Hiroshima und Nagasaki zwei Atombomben ab, die beide Städte zerstörten und bis heute insgesamt über 543.000 Tote forderten.
Am 2. September 1945, drei Wochen nach dem Einsatz der Bomben, kapitulierte Japan schließlich und der Zweite Weltkrieg in Asien war beendet.

Gleichzeitig wurde damit eine neue Epoche der militärischen Gewalt eingeläutet. Es begann ein atomares Wettrüsten, das nach der Entwicklung der sowjetischen Atombombe 1949 zu einem Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Atommächten wurde, mit der Gefahr der Selbstvernichtung der Menschheit. Weltweit gab es bisher etwa 2050 über- und unterirdische Atomtests.

Das Bestreben, die drohende Gefahr eines Atomkrieges einzudämmen, führte zur Entspannungspolitik und zu völkerrechtlich verbindlichen Abkommen zur Rüstungskontrolle. Nach dem Ende des Kalten Krieges schien in den 1990er Jahren die Gefahr eines Atomkrieges gebannt. Von damals etwa 55.000 Atomwaffen (1990) gibt es heute weltweit etwa 12.500 (2025).

Dennoch ist die Gefahr eines Atomkrieges heute so groß wie nie. In der nach 1990 neu entstandenen Weltordnung werden globale und regionale Konflikte zunehmend mit militärischen Mitteln ausgetragen, wobei auch geächtete Waffen, wie Streubomben und Uranmunition, zum Einsatz kommen. Des Weiteren wird mit dem Einsatz von Atombomben gedroht.

Umso wichtiger ist die 2017 innerhalb der UN gestartete Initiative für eine atomwaffenfreie Welt, die 2021 zum Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages führte. Mittlerweile wurde dieser von über 70 Staaten ratifiziert, allerdings weder von den nuklearen Großmächten noch von Deutschland.

Auch die sogenannte „friedliche“ Nutzung der Kernenergie birgt zahlreiche Risiken. Zu nennen sind vor allem die nuklearen Katastrophen von Sellafield (1957), Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011). Hinzu kommt das Problem der bis heute nicht sicheren Endlagerung der Brennstäbe und des atomaren Abfalls. Außerdem kann radioaktives Material, das in Atomreaktoren eingesetzt wird, durchaus zu waffenfähigem Material angereichert werden.
Das birgt das Risiko der Unkontrollierbarkeit atomarer Gefahr. Weiterlesen