Weltfriedenstag 2018 – Für eine Welt ohne Kriege

Weltfriedenstag 2018 – Aufruf

Gedenkveranstaltung zum Weltfriedenstag 2018

Redebeitrag – Musik – Rahmenprogramm

Samstag, 1. September 2018, 15:30 Uhr
Platz der Einheit, Potsdam

Fast 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs sind Krieg und Gewalt allgegenwärtig. Wir befinden uns in einer Zeit, in der es laut aktuellen Angaben des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung weltweit etwa 240 Kriegs- und Krisengebiete gibt.

Die Gründe dafür sind vielfältig, jedoch tragen deutsche Rüstungsexporte, gezielte NATO-Manöver – vor allem an der Grenze zu Russland – und der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ verstärkt zu Aufrüstung und Eskalation in der Welt bei.

Der Stadt Potsdam, die gerne als „Stadt der Toleranz“ gesehen wird, kommt dabei aufgrund ihrer Geschichte eine besondere friedenspolitische Verantwortung zu: Von hier aus startete Friedrich II. seine Eroberungskriege gegen Schlesien, Kaiser Wilhelm II. unterzeichnete im Neuen Palais den Eintritt in den Ersten Weltkrieg, in der Potsdamer Garnisonkirche wurde Adolf Hitler mithilfe der konservativen Eliten Preußens als Reichskanzler inthronisiert, während der Potsdamer Konferenz gab US-Präsident Harry S. Truman den Abwurfbefehl für die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki und heute befindet sich in Potsdam-Geltow das Einsatzführungskommando der Bundeswehr für Auslandseinsätze im Rahmen der NATO.

Deutschland nimmt in der internationalen Politik einen zentralen Platz ein. Die Friedenskoordination Potsdam fordert daher zum Weltfriedenstag von unseren Politikern, den Weg der anhaltenden Eskalation und Gewalt zu verlassen und nach friedlichen politischen Lösungen zu suchen, dazu gehören:

  • Abbau von Kriegskapazitäten in Europa und weltweit (z. B. Atomwaffen und Drohnen)
  • Sofortiger Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in Konflikt- und Krisengebiete
  • Beseitigung der wechselseitigen Drohpotenziale durch Manöver und neues Wettrüsten
  • Verhinderung von US-Truppentransporten durch Brandenburg
  • Einsatz für Frieden und Völkerverständigung unter Einbeziehung Russlands

Weitere Informationen bitte unserem Informations-Flyer entnehmen. (PDF-Dokument, ca. 200 KB)

25.07.2018 – Einladung zum „Runden Tisch Frieden“

Einladung zum „Runden Tisch Frieden“ am 25. Juli 2018 zur Vorbereitung der Gedenkveranstaltung zum Weltfriedenstag

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei sende ich Ihnen im Namen der Friedenskoordination Potsdam die Einladung (PDF-Dokument) zum  „RUNDEN TISCH FRIEDEN“ am Mittwoch, dem 25. Juli 2018 von 19.00 – 21.00 Uhr im Bürgertreff Waldstadt, Saarmunder Straße 44 in 14478 Potsdam.

Dort wird es um die gemeinsame Vorbereitung der Gedenkveranstaltung zum Weltfriedenstag gehen, die am Samstag, dem 01.09.2018 um 18.30 Uhr stattfindet.

Uns, den Mitgliedern der Friedenskoordination Potsdam, ist eine gemeinsame Vorbereitung dieses wichtigen friedenspolitischen Ereignisses wichtig.

Zu diskutieren sind bei dem Treffen sowohl inhaltliche als auch organisatorische Punkte wie z. B. Redner*innen und die musikalische und künstlerische Umrahmung der Veranstaltung.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Meixner,
Sprecher der Friedenskoordination Potsdam

Download

Einladung als PDF-Dokument

7.7.2018 – Einladung zur Friedensaktionskonferenz „Frieden mit Russland!“

NEIN!
» zu Aufrüstung!
» zu Atomwaffen!
» zu US-Truppentransporten durch Brandenburg!
» zur NATO-Aggression!

Wir leben in Zeiten …

… in denen die Presse von einer „Ostfront“ spricht, für die Bundeswehrsoldaten ausreichend ausgerüstet sein müssten.

… in denen US-Atomwaffen in Deutschland aufgerüstet werden und Panzer wieder gen Osten Richtung russische Grenze rollen – auch durch Brandenburg.

… in denen eine Bundesregierung plant, den Verteidigungsetat nach NATO-Vorgaben innerhalb weniger Jahre auf über 70 Mrd. € zu verdoppeln.

In diesen Zeiten ist es notwendig, dass alle friedensliebenden Menschen sich hierzulande zusammenschließen, um laut und deutlich zu sagen: Wir machen Eure Kriege nicht mit – wir widersetzen uns der NATO-Aufrüstung und -Kriegspropaganda gegen Russland! Wir wenden uns gegen eine Politik der Bundesregierung, die die Kriegsgefahr in Europa anwachsen lässt – und eine Politik, von der einzig und allein eine kleine Minderheit von Superreichen profitiert, die mit der Rüstungsproduktion und Unterdrückung fremder Völker ihre Profite sichert.

Deshalb lädt die Deutsche Kommunistische Partei Potsdam & Umland und eine Reihe Unterstützer zu einer Friedens-Aktionskonferenz unter dem Motto „Frieden mit Russland – NEIN zur NATO-Aggression!“ ein. Wir sind der Meinung: Wir müssen uns in Brandenburg vernetzen, gemeinsam diskutieren und widersetzen.

Weiterlesen

Position zum geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Hof- und Garnisonkirche

Zur Geschichte

Die Potsdamer Hof- und Garnisonkirche, 1730 – 1735 durch den Architekten Philipp Gerlach auf Befehl des preußischen Herrschers König Friedrich Wilhelm I. (1688 – 1740), genannt der „Soldatenkönig“, für die Soldaten der Potsdamer Garnison und die Bediensteten des Potsdamer Hofes errichtet, war seit ihrer Erbauung Symbol für Militarismus und Krieg.

Die Fassade des 88,40 m hohen Turmes war mit zahlreichen steinernen Granaten, Standarten und Trophäen geschmückt. Das im Turm befindliche Glockenspiel bezeugte mit der Melodie „Üb‘ immer Treu‘ und Redlichkeit“ die sogenannten preußischen „Tugenden“ und die Verbindung von Kirche und weltlicher Obrigkeit.

Theodor Fontane (1819 – 1898) nannte diese Kirche in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein „Symbol des Militärstaates Preußen“.

Die Prediger dieser Kirche waren vom 18. bis zum 20. Jahrhundert durchgängig streng konservativ geprägt. Demzufolge fielen auch die Predigten entsprechend aus und mischten sich zu Zeiten des Krieges auch mit Kriegsrhetorik und Waffensegnungen, ob nun in den Schlesischen Kriegen (1740 – 1763), den Befreiungskriegen gegen Napoleon (1813 – 1815), den deutschen Einigungskriegen (1864 – 1871) oder dem Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) und Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945).

Des Weiteren fanden in dieser Kirche Fahnenweihen, militärische Heldenehrungen und Gedenkgottesdienste für Angehörige des preußischen Königshauses statt. Das Hauptklientel waren Adel und Bürgertum. Die relativ kleine Zivilgemeinde spielte kaum eine Rolle. Zwischen 1918 und 1933 ist die Hof- und Garnisonkirche als ein Bollwerk gegen die Demokratie genutzt worden. Man wollte dem „Geist von Weimar“ bewusst den „Geist von Potsdam“ entgegensetzen, d. h. dem Geist der Demokratie und des Aufbruchs den Geist des Konservatismus und Militarismus.

Am 21. März 1933 erlebte der „Geist von Potsdam“ in der Verbindung zwischen preußischem Militarismus und Nationalsozialismus mit der „Inthronisierung“ Adolf Hitlers als Reichskanzler am sogenannten „Tag von Potsdam“ in der Hof- und Garnisonkirche seinen triumphalen Höhepunkt und die Stadt Potsdam damit gleichzeitig einen ihrer dunkelsten Tage. Dieses Ereignis galt auch als „Geburtsstunde“ des Dritten Reiches.

Zwar rekrutierten sich aus der Gemeinde der Garnisonkirche auch einige Personen, die beim Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler beteiligt waren. Allerdings kann die Garnisonkirche damit kaum als „Hort des Widerstands“ bezeichnet werden, da diese nur Einzelpersonen waren, die in keinem Falle die Mehrheit der dort ansässigen Gemeinde repräsentierten.

Als in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945 britische Bomber Potsdam zerstörten, wurden zahlreiche Gebäude der Potsdamer Innenstadt zerstört oder stark beschädigt, darunter auch die Hof- und Garnisonkirche. 1949 wurde die Ruine in „Heilig-Kreuz-Kirche“ umbenannt und 1950 im Turmstumpf eine Kapelle eingerichtet. Wegen Baufälligkeit und weil andere Projekte Vorrang hatten, z. B. die Neugestaltung der Potsdamer Innenstadt und der Wiederaufbau der Nikolaikirche auf dem Alten Markt, wurde die Ruine der ehemaligen Hof und Garnisonkirche auf Beschluss der damaligen SED-Leitung, einem Antrag der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung folgend, 1968 schließlich abgerissen.

Dass die Kirche auf persönlichen Befehl Walter Ulbrichts gesprengt worden sei, ist ebenso eine Legende wie die Behauptung, es habe massenweisen Protest seitens der Kirchenleitung gegen den Abriss gegeben. Tatsache ist, dass Walter Ulbricht gefragt habe, was mit dem Bauwerk passiere. Man antwortete ihm, dass die Ruine abgerissen werde. Seitens der Kirchenleitung der DDR bestand kaum Interesse an einem Wiederaufbau dieser Kirche, da dieser zu teuer war und auch die anfallenden Unterhaltungskosten das geringe Budget übersteigen würden. Das galt allerdings auch für andere kunsthistorisch bedeutsame Kirchen. Man setzte damals vorrangig auf den Bau moderner Gemeindezentren.

Zum geplanten Wiederaufbau

Aufgrund der jahrhundertelangen eindeutig konservativen und militaristischen Ausrichtung dieser Kirche muss ein Wiederaufbaubestreben sehr kritisch gesehen werden. Seit den 1980er Jahren versuchten vor allem stark konservativ und militärisch geprägte Vereine und Organisationen, die Potsdamer Hof- und Garnisonkirche wieder zu errichten.

Die Befürworter des Wiederaufbaus halten vor allem einen Beitrag zum barocken Stadtbild Potsdams für notwendig, auch wenn es dieses seit 1945 praktisch nicht mehr gibt.

Ein weiterer Punkt ist die Stilisierung der Garnisonkirche zum „Hort des Widerstandes“ durch das Attentat vom 20. Juli 1944, welches damit eine nie dagewesene Überhöhung erfährt. Auch will man den „Kommunisten nicht den Sieg lassen“, so ein Zitat von Bischof Dr. Wolfgang Huber, Kuratoriumsvorsitzender der „Stiftung Garnisonkirche Potsdam“, der immer noch an der Legende des persönlichen Abrissbefehls Walter Ulbrichts festhält. Ein wichtiger Punkt ist zwar die Bemühung um Versöhnungsarbeit, die allerdings im neuen Konzept sehr abgeschwächt ist, da weder die Kirche umbenannt werden soll noch das Nagelkreuz von Coventry, welches 2004 für ein dort zu errichtendes internationales Versöhnungszentrum gestiftet wurde, deutlich sichtbar sein wird.

Seit der Wende 1989/1990 gibt es nicht nur in Potsdam kritische Stimmen gegen einen möglichen Wiederaufbau. Der ehemalige Jugendpfarrer Uwe Dittmer, der 1968 den letzten Gottesdienst in der Kapelle des Turmstumpfes hielt, sprach sich klar gegen einen Wiederaufbau aus. Zahlreiche Friedensinitiativen und Christen wandten sich ebenso dagegen. Hauptkritikpunkte an der Initiative zum Wiederaufbau der Garnisonkirche sind:

  • Die gesamte Geschichte und Nutzung der Kirche muss umfassend aufgearbeitet werden.
  • Die Bildung eines neuen Wallfahrtsortes und einer Pilgerstätte für rechtskonservative, rechtsradikale und neofaschistische Kräfte muss verhindert werden.
  • Ein Neuanfang muss sowohl im Namen als auch in der Architektur sichtbar werden.
  • Der Wille zur internationalen Versöhnungsarbeit muss klar erkennbar sein.
  • Das mangelhafte Finanzierungskonzept mit erheblichen Lücken muss offengelegt werden.

Im März 2014 gründete sich die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ ein halbes Jahr später war Friedenspfarrrer Dr. Friedrich Schorlemmer einer der Erstunterzeichner der Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“, diese wird seit 2015 von der „Martin Niemöller Stiftung e. V.“ unterstützt.

Diesen Friedensinitiativen fühlen sich die Mitglieder der Friedenskoordination Potsdam verbunden und lehnen somit einen Wiederaufbau dieser Kirche konsequent ab. Ein Kompromiss wäre nur denkbar, wenn an der Stelle der einstigen Hof- und Garnisonkirche ein moderner Neubau entstünde, der den historischen und architektonischen Bruch mit der Vergangenheit sichtbar macht und der interkulturelle, interreligiöse und internationale Begegnung und Versöhnung schafft und möglich macht.

Hier kann die Position der Friedenskoordination Potsdam zum geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Hof- und Garnisionkirche als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

24.03.2018 – Aufruf zum 17. Potsdamer Ostermarsch

Plakat 17. Potsdamer Ostermarsch - 24.03.2018

 

Die Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg
ruft alle Bürger/innen auf zum

17. Potsdamer Ostermarsch
„Abrüsten statt Aufrüsten! – Für eine friedliche Welt“

am Samstag, dem 24. März 2018
Auftaktkundgebung: 14.00 Uhr, Brandenburger Tor, Potsdam
Abschlusskundgebung: 16.00 Uhr, Platz der Einheit, Deserteursdenkmal

Aufruf zum 17. Potsdamer Ostermarsch am 24. März 2018 als PDF-Dokument

Redner/innen:
Kati Biesecke (DIE LINKE. Potsdam)
Dr. Hans-Peter Jung (IPPNW Brandenburg)
Bernd Lachmann (DIE LINKE. Potsdam-Mittelmark)
Prof. Dr. Anton Latzo (DKP Potsdam & Umland)

Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Aktionsbündnis Potsdam gegen Hartz IV
Brandenburgischer Freidenker-Verband Potsdam
DKP Potsdam & Umland
GBM e. V. Potsdam
DIE LINKE. Brandenburg
DIE LINKE. Potsdam
DIE LINKE. Potsdam-Mittelmark
RotFuchs Förderverein e. V. Potsdam

08.04.2017 – Aufruf zum 16. Potsdamer Ostermarsch

aufruf_potsdamer_ostermarsch_2017

Die Friedenskoordination Potsdam
gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg
ruft alle Bürger/innen auf zum
16. Potsdamer Ostermarsch
„Für eine friedliche und tolerante Welt!“
am Samstag, dem 8. April 2017.

Auftaktkundgebung: 14.00 Uhr, Brandenburger Tor, Potsdam
Zwischenkundgebung: 16.00 Uhr, Platz der Einheit, Deserteursdenkmal
Abschlusskundgebung: 17.00 Uhr, Einsatzführungskommando, Geltow

Redner/innen:
Bernhard Fricke (Ev. Kirchenkreis Potsdam)
Uwe Hiksch (DIE LINKE, NFI)
Stefanie König (DKP)
Thomas Nord (MdB, DIE LINKE), angefragt

Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Aktionsbündnis Potsdam gegen Hartz IV
Brandenburgischer Freidenker-Verband Potsdam
DKP Potsdam
Fraktion Frieden Potsdam
Friedensspirale e. V. Potsdam
GBM e. V. Potsdam
DIE LINKE. OV Potsdam-Süd
RotFuchs Förderverein e. V. Potsdam

Hier kann der vollständige Aufruf zum 16. Potsdamer Ostermarsch 2017 herunterladen.