Pressemitteilung zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Die Friedenskoordination Potsdam lädt als bundesweiter Auftakt der Ostermärsche am Samstag, dem 28. März 2026 unter dem Motto „Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau!“ zum 25. Potsdamer Ostermarsch ein.

Beginn ist um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor/Brandenburger Straße in Potsdam. Anschließend geht es in einem Demonstrationszug zu Fuß durch die Potsdamer Innenstadt entlang der Schopenhauerstraße, Hegelallee (mit einem kurzen Zwischenstopp am Haus Hegelallee 38), Lindenstraße und Charlottenstraße zurück zum Brandenburger Tor, wo gegen 16:15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

Für die Redebeiträge konnten der Friedensaktivist Reiner Braun (International Peace Bureau Berlin), der Publizist Norbert Schneider (NachDenkSeiten) sowie Dr. Christiane Hackel (Friedensbündnis Bernau/Panketal) gewonnen werden.

Die musikalische und künstlerische Umrahmung werden die Liedermacherin Jane Zahn aus Rheinsberg, Mitglieder der Divine Pentecostal Church of God e. V. aus Potsdam sowie die Potsdamer Schule der Künste „inteGrazia“ gestalten.

Der 25. Potsdamer Ostermarsch unterstützt das bundesweite Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“ und setzt damit ein Zeichen gegen die Kriege in der Ukraine, in Gaza und im Iran sowie gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, allgemeine Kriegsertüchtigung, die Militarisierung der Zivilgesellschaft und nukleare Teilhabe. Weiterlesen

Unsere Positionen zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Staatsverschuldung für Krieg und Aufrüstung untergraben Sozialstaat und Klimaschutz
„Sondervermögen“ ist zum Unwort des Jahres 2025 gewählt worden. Der Begriff wurde 2022 von der vorherigen Bundesregierung geprägt. Damit werden geschickt die horrenden Ausgaben für Aufrüstung und Militarisierung verschleiert. Tatsächlich handelt es sich um eine milliardenschwere Neuverschuldung des Staates, um Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen. Gigantische 108 Milliarden Euro betragen derzeit die Ausgaben für Aufrüstung, Militär und Verteidigung in Deutschland – eine nie dagewesene Summe.

Auch im Waffenexport ist Deutschland Spitzenreiter und liegt laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI an 4. Stelle mit einem Umsatz von 13,33 Milliarden Euro.

Das gigantische Aufrüstungsprogramm verhindert dringend erforderliche Investitionen in den Sozialstaat sowie in den Umwelt- und Klimaschutz. Die Bundesregierung spricht aufgrund der wirtschaftlichen Rezession davon, dass man sich den Sozialstaat nicht mehr leisten könne und moniert einen Trend zur „Lifestyle-Teilzeit“. Zudem verlangt sie Mehrarbeit von Rentnern und Lehrern. Bereits jetzt arbeiten viele Menschen über ihrem Limit, notwendige Sozialleistungen werden immer mehr gekürzt und Mittel für die Sanierung der Infrastruktur werden zweckentfremdet, um Haushaltslöcher zu stopfen. Das kann nicht länger toleriert werden! Anstatt die Förderung umweltfreundlicher und erneuerbarer Energie voranzutreiben, setzt die EU weiterhin auf Erdöl, Erdgas und Atomkraft. Dabei wird weder die drohende Gefahr atomarer Strahlung noch die komplizierte Endlagerung des atomaren Abfalls in den Blick genommen. Zukunftsweisend ist das nicht – ganz im Gegenteil! Weiterlesen

28.03.2026 – Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch

EINLADUNG / Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch

Samstag, 28.03.2026, 15:00 – 17:00 Uhr,

Start und Ziel: Brandenburger Tor in Potsdam

„Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau“

Aufruf zum 25. Potsdamer Ostermarsch am 28.03.2026

Für Frieden! – Gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau

„Sondervermögen“ ist zum Unwort des Jahres 2025 gewählt worden.

Der Begriff verschleiert geschickt die horrenden Ausgaben für die Aufrüstung.
Der Beschluss der wieder verpflichtenden Musterung junger Männer stößt bei diesen auf zahlreiche Ablehnung.

Die Bundesregierung spricht wegen der wirtschaftlichen Rezession davon, dass man sich den Sozialstaat nicht mehr leisten könne und verlangt Mehrarbeit von Lehrern und Rentnern. Außerdem beklagt sie sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“. Dass bereits jetzt viele über ihrem Limit arbeiten und notwendige Sozialleistungen immer mehr gekürzt werden kann ebenso wenig hingenommen werden wie die weitere Militarisierung der Gesellschaft.

Wir sagen NEIN! Stoppt die Aufrüstung, den militärischen Zwangsdienst und den weiteren Sozialabbau!

„Frieden ist nicht alles, aber ohne den Frieden ist alles nichts!“ (Willy Brandt) Weiterlesen

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Positionen und Gedanken zum Weltfriedenstag 2025

Heute vor 86 Jahren, am 1. September 1939, überfielen die deutschen Faschisten Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg mit über 70 Millionen Toten.
Am 6. und 9. August 1945 warfen die USA über Hiroshima und Nagasaki zwei Atombomben ab, die beide Städte zerstörten und bis heute insgesamt über 543.000 Tote forderten.
Am 2. September 1945, drei Wochen nach dem Einsatz der Bomben, kapitulierte Japan schließlich und der Zweite Weltkrieg in Asien war beendet.

Gleichzeitig wurde damit eine neue Epoche der militärischen Gewalt eingeläutet. Es begann ein atomares Wettrüsten, das nach der Entwicklung der sowjetischen Atombombe 1949 zu einem Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Atommächten wurde, mit der Gefahr der Selbstvernichtung der Menschheit. Weltweit gab es bisher etwa 2050 über- und unterirdische Atomtests.

Das Bestreben, die drohende Gefahr eines Atomkrieges einzudämmen, führte zur Entspannungspolitik und zu völkerrechtlich verbindlichen Abkommen zur Rüstungskontrolle. Nach dem Ende des Kalten Krieges schien in den 1990er Jahren die Gefahr eines Atomkrieges gebannt. Von damals etwa 55.000 Atomwaffen (1990) gibt es heute weltweit etwa 12.500 (2025).

Dennoch ist die Gefahr eines Atomkrieges heute so groß wie nie. In der nach 1990 neu entstandenen Weltordnung werden globale und regionale Konflikte zunehmend mit militärischen Mitteln ausgetragen, wobei auch geächtete Waffen, wie Streubomben und Uranmunition, zum Einsatz kommen. Des Weiteren wird mit dem Einsatz von Atombomben gedroht.

Umso wichtiger ist die 2017 innerhalb der UN gestartete Initiative für eine atomwaffenfreie Welt, die 2021 zum Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages führte. Mittlerweile wurde dieser von über 70 Staaten ratifiziert, allerdings weder von den nuklearen Großmächten noch von Deutschland.

Auch die sogenannte „friedliche“ Nutzung der Kernenergie birgt zahlreiche Risiken. Zu nennen sind vor allem die nuklearen Katastrophen von Sellafield (1957), Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011). Hinzu kommt das Problem der bis heute nicht sicheren Endlagerung der Brennstäbe und des atomaren Abfalls. Außerdem kann radioaktives Material, das in Atomreaktoren eingesetzt wird, durchaus zu waffenfähigem Material angereichert werden.
Das birgt das Risiko der Unkontrollierbarkeit atomarer Gefahr. Weiterlesen

Pressemitteilung zum 80. Jahrestag des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945

Pressemitteilung der Friedenskoordination Potsdam zum 80. Jahrestag des Tags der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945

Heute vor 80 Jahren endete der verheerendste und verlustreichste Krieg der Weltgeschichte. Unter großen Opfern bezwangen und besiegten sowjetische, US-amerikanische, britische und französische Truppen gemeinsam das verbrecherische Nazi-Regime.

Etwa die Hälfte aller Kriegstoten waren Soldaten und Bürger der Sowjetunion.
Hier in Potsdam kämpften in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in der Roten Armee Russen, Ukrainer, Belorussen und Angehörige weiterer Völker der Sowjetunion vereint gegen die deutschen Faschisten. Davon zeugen in unserer Stadt unter anderem die auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof am Bassinplatz befindlichen 383 Gräber sowie weitere 2.400 Kriegsgräber auf dem Sowjetischen Friedhof an der Michendorfer Chaussee.

Wir zollen diesen Soldaten unseren uneingeschränkten Dank und Respekt!
Deshalb plädieren wir inständig für eine Teilnahme von Vertretern aller damaligen Befreier an den Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag des Kriegsendes. Ausschluss und Verbote empfinden wir als unwürdig und lehnen diese ab. Die Nichteinladung der Botschafter der Russischen Föderation und Belarus halten wir für einen Fehler und den in der Handreichung des Auswärtigen Amtes enthaltenen Hinweis, eine ungebetene Teilnahme mittels Wahrnehmung des Hausrechtes zu verhindern, für einen Eklat. Demgegenüber plädieren wir für Entspannungspolitik und Weiterführung des Versöhnungsprozesses.

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ und „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“ waren die Maxime in beiden deutschen Staaten nach 1945.
Heute erleben wir jedoch scharf geführte Debatten um Hochrüstung, Kriegstüchtigkeit und Wehrpflicht; ja, Russland wird sogar wieder als „Feind“ benannt, so vom designierten Außenminister Johann Wadephul (CDU).

Für den noch immer andauernden Krieg in der Ukraine, bei dem sich damals Verbündete nur 1.200 km von uns entfernt gegenseitig bekämpfen, muss eine friedliche und diplomatische Lösung gefunden werden. Das gegenseitige Töten dort muss aufhören und so schnell wie möglich Frieden hergestellt werden, denn wir brauchen Frieden in Europa und weltweit.

Die Toten des Zweiten Weltkriegs mahnen: Wir brauchen eine friedliche Welt!

Wir weisen außerdem auf zwei Veranstaltungen am 08.05.2025 in Potsdam hin:

  • Stilles Gedenken zum Tag der Befreiung,
    17:00 Uhr, Sowjetischer Ehrenfriedhof am Bassinplatz, 14467 Potsdam;
  • Ausstellungseröffnung: „80. Jahrestag der Befreiung – würdig gedenken!“,
    18:30 Uhr, Bürgertreff Waldstadt, Saarmunder Straße 44, 14478 Potsdam.

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„Gegen Aufrüstung und Militarisierung – für eine friedliche Welt!“

Unsere Positionen zum 24. Potsdamer Ostermarsch am 12.04.2025

Sondervermögen für Kriegstüchtigkeit

Politik und Medien trimmen Deutschland auf „Kriegstüchtigkeit“. Bereits 2022 verkündete Kanzler Scholz: „Deutschland wird in Europa bald über die größte Armee der NATO verfügen.“ Drei Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zog Scholz eine 100-Milliarden-Schuldverschreibung aus dem Hut und präsentierte sie als „Sondervermögen“.

Doch dem Militär-Industrie-Komplex mit seinen drei tragenden Säulen – Rüstungsindustrie, Kalte-Kriegs-Politiker und militärische Führungskräfte – reichte dieser gewaltige Brocken noch nicht. Als mittelfristig notwendig wurden 300 Milliarden Euro angegeben, dann 500 Milliarden Euro und dem folgte der Ruf nach Aufhebung der Schuldenbremse für Investitionen in militärische Infrastruktur. Um die Zustimmung des Bundestages für die Finanzierung des milliardenschweren Aufrüstungsprogrammes mittels einer erforderlichen Grundgesetzänderung zu erwirken, wurde dies noch in aller Eile mit den Mehrheitsverhältnissen im alten Bundestag durchgezogen. Bei den Rüstungskonzernen knallen die Sektkorken.

Rüstungs- und Kriegsausgaben von mehr als 84 Milliarden Euro

Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben geht zulasten des Sozialstaates. Bereits 2024 betrugen die Kosten für Verteidigung 51,95 Milliarden Euro. Das entspricht den Ausgaben für Bildung/Forschung, Gesundheit, Familie/Frauen/Jugend und Umwelt. Dazu kommen die Entnahme aus dem Sondervermögen (19,2 Milliarden Euro), Waffenlieferungen an die Ukraine (7,4 Milliarden Euro) sowie 5,5 Milliarden Euro für Schuldendienst. In Summe betragen die Rüstungs- und Kriegsausgaben gigantische 84,05 Milliarden Euro.

Für 2025 und Folgejahre ist daher eine zunehmende Umverteilung des Haushaltes zulasten der dringend notwendigen Ausgaben für Bildung, Gesundheit, Soziales, Infrastruktur, Wohnungsbau sowie für Umwelt- und Klimaschutz vorprogrammiert. Weiterlesen

Pressemitteilung zum 24. Potsdamer Ostermarsch am 12.04.2025

Die Friedenskoordination Potsdam lädt als bundesweiter Auftakt der Ostermärsche am Samstag, dem 12. April 2025 unter dem Motto „Gegen Aufrüstung und Militarisierung – für eine friedliche Welt!“ zum 24. Potsdamer Ostermarsch ein.

Beginn ist um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor/Brandenburger Straße in Potsdam. Anschließend geht es in einem Demonstrationszug zu Fuß durch die Potsdamer Innenstadt entlang der Schopenhauerstraße, Hegelallee (mit einem kurzen Zwischenstopp am Haus Hegelallee 38), Lindenstraße und Charlottenstraße zurück zum Brandenburger Tor, wo gegen 16:00 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

Für die Redebeiträge konnten die ehemalige Geschäftsführerin des „Lindenpark e. V.“ Potsdam, Monika Keilholz (BSW), der Friedensaktivist und Publizist Klaus Hugler (Albert-Schweitzer-Komitee e. V. Weimar) und Dominik Mikhalkevich (Sprecher des Bündnis für Frieden Brandenburg an der Havel) gewonnen werden.

Die musikalische und künstlerische Umrahmung gestalten die Liedermacherin Jane Zahn aus Rheinsberg sowie die Schule der Künste „inteGrazia“ aus Potsdam.

Der 24. Potsdamer Ostermarsch steht unter dem bundesweiten Motto „Kriege stoppen – Frieden und Abrüstung jetzt!“ und setzt damit ein Zeichen gegen die Kriege in der Ukraine und in Gaza sowie gegen allgemeine Kriegsertüchtigung und nukleare Teilhabe. Deutschland, NATO und EU rüsten derzeit mit der Begründung auf, es gäbe eine akute Bedrohung durch Russland und ein Krieg stünde unmittelbar bevor. Verstärkt wird diese unbewiesene Behauptung mit der hierzulande geführten Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die verstärkte Präsenz der Bundeswehr an Schulen.

Anstatt dringend benötigte Investitionen in Bildung, Gesundheit, Infrastruktur sowie in Umwelt und Klimaschutz vorzunehmen, werden hunderte Milliarden für Hochrüstung ausgegeben. Kriege, militärische Konflikte und Hochrüstung sind die Hauptursachen für Tod, Flucht und Vertreibung, Hungerkrisen und die Zerstörung der Umwelt.

Wer Politik verändern will, muss vor allem die Ursachen bekämpfen. Daher fordern wir:

  • Entspannungspolitik statt Kriegstreiberei!
  • Eine friedliche Welt muss endlich wieder möglich sein!

Michael Meixner, Sprecher der Friedenskoordination Potsdam


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