Pressemitteilung zum Gedenken am Weltfriedenstag am 01.09.2024

Anlässlich des Weltfriedenstages laden das Interreligiöse Forum Potsdam und die Friedenskoordination Potsdam zum Gedenken am Sonntag, dem 1. September 2024 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter dem Motto „Schluss mit Kriegen! – Für eine friedliche Welt!“ am Brandenburger Tor am Ende der Brandenburger Straße in Potsdam ein. Von 14:00 Uhr bis zirka 14:45 Uhr findet, verantwortet vom Interreligiösen Forum Potsdam, ein Interreligiöses Friedensgebet mit Texten von in Potsdam vertretenen Religionsgemeinschaften statt. Daran schließt sich die von der Friedenskoordination Potsdam gestaltete Gedenkveranstaltung an. Die Hauptrede hält der Journalist Kai Kleinwächter (WeltTrends e. V., Potsdam). Die Abschlussaktion ist gegen 16:00 Uhr.

Der Weltfriedenstag erinnert an den 1. September 1939 als vor 85 Jahren die deutschen Faschisten Polen überfielen. Damit begann der Zweite Weltkrieg mit über 70 Millionen Toten. Nach dem Ende des Krieges fanden die Leitideen und Losungen „Nie wieder Krieg! – Nie wieder Faschismus!“ und „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“ bereits im Jahre 1945 ihren Niederschlag im „Potsdamer Abkommen“ und in der „UN-Charta“. Doch bereits 1947 führten die USA die Welt in den „Kalten Krieg“. Das Bestreben der Völker, die drohende Gefahr eines Atomkrieges abzuwenden, führte ab den 1970er Jahren zur Entspannungspolitik sowie zur Beendigung des „Kalten Krieges“ und zeigte, dass ein friedliches Zusammenleben bei Abrüstung und eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil machbar sind.

Wir wollen nicht hinnehmen, dass trotz dieser Erfahrung heute politische Konflikte wieder zunehmend durch Kriege gelöst werden. Bei allen Kriegen ist feststellbar, dass es nicht um humane Ziele geht, sondern um Profite für Wenige zulasten der Völker. Waffenlieferungen schaffen keinen Frieden, sondern noch mehr Tod und Verderben. Lieferungen von Taurus-Raketen an die Ukraine und eine Stationierung von Mittel- und Langstreckenwaffen in Deutschland und Europa würde die Bedrohungslage für Deutschland – und auch die Gefahr der Auslösung eines Atomkrieges – dramatisch erhöhen. Das muss verhindert werden! Statt erneuter atomarer Bewaffnung und Hochrüstung, Rufen nach „Kriegstüchtigkeit“ sowie immer mehr todbringenden Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete fordern wir von der Bundesregierung, sich verantwortungsvoll für Deeskalation, friedliche Lösungen und Abrüstung einzusetzen.

Deshalb: Schluss mit Kriegen! Wir brauchen eine friedliche Welt!

Dem Friedensgebot des Grundgesetzes und der UN-Charta müssen endlich Taten folgen.

Daher setzen wir uns ein für:

  • Sofortiger Stopp der Kampfhandlungen in der Ukraine und in Gaza und Beginn von diplomatischen Verhandlungen;
  • Stopp aller Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete;
  • Keine Stationierung atomarer Mittel- und Langstreckenwaffen in Deutschland und der EU und sofortige Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages;
  • Stopp der Kriegsertüchtigung und der Aufrüstung der Bundeswehr, stattdessen Investition in Bildung, Gesundheit, Soziales, Infrastruktur und eine gerechte Umwelt- und Klimapolitik;
  • Förderung weltweiter friedlicher Koexistenz.

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