Anlässlich des Weltfriedenstages 2023 laden verschiedene Religionsgemeinschaften des Interreligiösen Forums Potsdam sowie Mitgliedsorganisationen der Friedenskoordination Potsdam zu einer gemeinsamen, zweiteiligen Gedenkveranstaltung am Freitag, dem 1. September 2023 von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr unter dem Motto „Die Welt braucht Frieden!“ am Brandenburger Tor in der Brandenburger Straße in Potsdam ein.
Von 17:00 Uhr bis etwa 17:45 Uhr erfolgt ein Interreligiöses Friedensgebet, verantwortet vom Interreligiösen Forum Potsdam. Daran schließt sich der von der Friedenskoordination Potsdam gestaltete zweite Teil der Gedenkveranstaltung an. Die Hauptrede hält Dr. Alexander S. Neu (ehem. MdB, DIE LINKE).
Der Weltfriedenstag am 1. September erinnert an den Überfall des faschistischen Deutschlands auf Polen vor 84 Jahren und damit an den Beginn des verheerendsten Krieges der Weltgeschichte mit über 70 Millionen Toten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges prägten Losungen wie „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ und „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“ die politische Orientierung. Doch statt „Nie wieder Krieg!“ gibt es aktuell weltweit etwa 250 Kriege, Bürgerkriege und sogenannte „bewaffnete Konflikte“, die wiederum Tod, Zerstörung, millionenfaches Leid, Flucht und Vertreibung verursachen.
Statt Hochrüstung und immer mehr todbringenden Waffenlieferungen an die Ukraine fordern wir von der Bundesregierung, sich verantwortungsvoll für Deeskalation, eine friedliche Lösung und Abrüstung einzusetzen. Lasst dem Gebot „Nie wieder Krieg!“ endlich Taten folgen, denn: Die Welt braucht Frieden!
Deshalb setzen wir uns ein für:
- Sofortige Waffenstillstandsverhandlungen aller am Krieg in der Ukraine Beteiligten und Erarbeitung eines international tragbaren Friedensplanes,
- Stopp jeglicher Waffenlieferungen in alle Kriegs- und Krisengebiete,
- Stopp der Aufrüstung der Bundeswehr und Umschichtung der Rüstungsmilliarden für Bildung, Infrastruktur und Soziales sowie Investitionen in eine weltweit nachhaltige, gerechte und ressourcenschonende Umwelt- und Klimapolitik.
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